Mainzer Schau „Homosphäre“ : Wie Kunst das Unsichtbare zeigt

Wie empfindlich und schützenswert der Luftraum ist, in dem wir uns bewegen, zeigt die vielfältige Schau eindrucksvoll. Was gar nicht so einfach ist da das Thema der Ausstellung unsichtbar ist.
Empfindlich und schützenswert ist jener Luftraum, in dem sich der Mensch bewegt: die „Homosphäre“. Auf die Besonderheiten dieses alle umgebenden, fluiden Raums möchte Stefanie Böttcher, die Direktorin der Kunsthalle Mainz, mit ihrer neuen Ausstellung hinweisen: Seine Unsichtbarkeit und die Konturlosigkeit seiner Grenzen machen ihn zu etwas, was man erst wahrnehme, wenn es von Drohnen oder Flugzeugen durchquert oder von riech- oder sichtbaren Stoffen verunreinigt werde. Über ihn treten wir in Verbindung. Und was sich in unserer direkten Umgebung befindet, atmen wir ein. Seit durch die Corona-Pandemie Aerosole unsere Begegnungen bestimmten, seit durch den Krieg in der Ukraine die Angst vor dem Einsatz von Giftgas und Atomwaffen erneut um sich greife, sei unsere Wahrnehmung des Luftraums und seiner Relevanz extrem geschärft, sagt Böttcher.


