Performance im Westhafen : Folge dem Wind
Piratinnen als Denkmodell für den Widerstand gegen eine verwaltete Welt: Das klingt gut, klappt aber nicht so toll im Audiowalk von andpartnersincrime.
Und dann kommt es doch noch. Jenes Schiff mit acht Segeln aus der „Dreigroschenoper“, von dem so oft die Seemannsrede war an diesem Abend. Zugegeben, es ist ein Boot, genau genommen ein Kanu mit einem Bettlaken im Wind, und statt der 50 Kanonen weht bloß ein wenig melancholische Musik über den Main. Doch immerhin, am Lagerfeuer, mit einer Suppe und einem Bier zum Finale, ist man beinahe versöhnt mit diesem Stück Theater. Will doch das „Folge dem Wind“, der performative Widerstand gegen kapitalistische, patriarchale und heteronormative Systeme, wie es heißt, nicht so recht in Gang kommen unter uns angehenden Seeräuberinnen und Piraten im Publikum.
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