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November 1918 : Der kurze Traum der Revolutionäre

100 Jahre Novemberrevolution: Die Meuterei der Matrosen der deutschen Hochseeflotte in Kiel. Bild: Picture-Alliance

Mit der Ankunft von aufständischen Matrosen am 7. November 1918 siegte auch in Frankfurt die Revolution. Doch der Arbeiterrat im Frankfurter Hof konnte sich nicht lange halten.

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          Der Knecht trägt Frack, der Herr einen groben Militärmantel. So hat der Frankfurter Karikaturist Lino Salini die hiesigen Machtverhältnisse während der Revolution vom November 1918 und in den chaotischen Monaten danach dargestellt. Den Befehl, die rote Fahne aufzuziehen, gibt der Matrose Hermann Stickelmann, ein 25 Jahre alter Rheinländer von hünenhafter Gestalt. Den Fetzen am Mast hochziehen muss der nationalliberale Oberbürgermeister Georg Voigt, der seit 1912 im Römer die Geschicke der Stadt lenkte.

          Hans Riebsamen

          Redakteur in der Rhein-Main-Zeitung.

          In jenen revolutionären Tagen und Wochen nach dem Zusammenbruch der Monarchie, dem Aufstand der Matrosen und der Ausrufung gleich zweier Republiken in Berlin – einer „deutschen Republik“ durch den Sozialdemokraten Philipp Scheidemann und einer „freien sozialistischen“ durch den späteren KPD-Gründer Karl Liebknecht – hatten Oberbürgermeister Voigt und die Stadtverordneten in der Mainmetropole vorübergehend nicht mehr das Heft des Handelns in der Hand. Die Befehle gaben vielmehr ein Arbeiterrat und eben jener Stickelmann, der wegen zahlreicher Verfehlungen bei der Marine von einem Kriegsgericht zum Tode verurteilt, dann aber zu lebenslanger Festungshaft begnadigt worden war.

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