Zugunfälle : Leichtsinn oder Verwirrung

Immer wieder ereignen sich tödliche Unfälle, weil Menschen über Zugkupplungen klettern.
Die Frau, die am Samstag in Frankfurt von einer U-Bahn überrollt wurde und noch auf den Gleisen starb, ist möglicherweise psychisch gestört gewesen. Zeugen haben nach Angaben der Polizei die Kenianerin als verwirrt wahrgenommen. Hinweise darauf, dass die Frau psychisch krank oder in psychiatrischer Behandlung war, liegen aber bisher nicht vor. Die 36 Jahre alte, in Frankfurt wohnhafte Frau hatte wie berichtet offenbar versucht, zwischen zwei Wagen einer an der Station Dornbusch haltenden U-Bahn hindurchzusteigen. Als der Zug anfuhr, fiel sie von der Kupplung und geriet unter die Bahn. Das Verhalten der Frau mag bodenlos leichtsinnig und tendenziell selbstmörderisch erscheinen. Doch ähnliche Fälle gab es schon öfters. Im Januar 2015 etwa ist ein elf Jahre alter Junge in Darmstadt bei einem Unfall mit einer Tram ums Leben gekommen. Er hatte versucht, die Kupplung einer am Luisenplatz stehenden Straßenbahn zu überspringen. Die Bahn fuhr just in diesem Augenblick an, als er sich zwischen Triebwagen und Anhänger befand.





