Beschleunigungsgesetz nötig? : 50 Jahre für den Bau einer S-Bahn-Strecke

RMV-Chef Knut Ringat sieht in der langen Dauer der Verkehrsplanung eine Gefahr für die Verkehrswende. Zwar gibt es diesbezüglich einen Gesetzesentwurf, doch besonders die Projekte in Städten blieben auf der Strecke.
Für die Planung und den Bau einer neuen S-Bahn-Strecke braucht man laut RMV-Chef Knut Ringat in Deutschland mittlerweile mindestens 30 Jahre. Eher sogar 40 oder 50. „Das ist absurd viel Zeit“, sagt der Geschäftsführer des Rhein-Main-Verkehrsverbundes, der seit langem auf den Ausbau des Schienennetzes im Ballungsraum Rhein-Main dringt. Mittlerweile ist es Ringat zufolge normal, dass das Bauen wesentlich schneller geht als das Planen. Das sei früher einmal anders gewesen. Das Planen einer neuen Strecke und das damit verbundene Genehmigungsverfahren würden immer schwieriger und zögen sich immer mehr in die Länge. Ringat sagte, er habe früher in Dresden als Chef des Verkehrsverbundes Oberelbe und heute als RMV-Geschäftsführer schon viele verdiente Kollegen in den Ruhestand schicken müssen, die 40 Jahre an einer Strecke geplant und den Spatenstich nicht erlebt hätten. „So kann man keine Verkehrswende machen.“





