Liebieghaus Frankfurt : Lustvoll uneindeutig

Mann, Frau, Furie? Wenn man sich ganz genau umsieht in der Sammlung „Splendid White“ und „White Wedding“ im Frankfurter Liebieghaus, kann man überraschend viele uneindeutige Figuren entdecken.
Dass sie nicht binär oder queer sei, kann die überschaubar große Figur auf dem Pferd nicht sagen. Wie auch, sie ist aus Elfenbein, um 1610 entstanden. Geschnitzt hat sie der „Furienmeister“, dessen wirklichen Namen niemand kennt. Eine schreiende Furie von ihm gibt es in Wien, sie hat dem Meister seinen „Notnamen“ gegeben, wie man das nennt. Einen Namen, mit dem sich die Kunstgeschichte behilft, weil der Künstler unbekannt ist – und es oft auch bleibt.





