polizeikontrolle : „Die Zeil darf kein rechtsfreier Raum sein“

Bei einem Einsatz in der Frankfurter Innenstadt hat die Polizei mehr als 200 Personen kontrolliert. Das Ziel soll mehr Sicherheit auf der Einkaufsmeile sein – dem Innenministerium zufolge mit Erfolg.
Am Samstagabend und in der Nacht zu Sonntag haben mehr als 100 Einsatzkräfte der Polizei gezielte Kontrollen in der Frankfurter Innenstadt durchgeführt. Dabei seien unter anderem zehn Ermittlungsverfahren eingeleitet und fünf Platzverweise erteilt worden, teilte die Polizei mit. Laut hessischem Innenministerium wurden insgesamt 213 Personen kontrolliert und 78 Ordnungswidrigkeiten festgestellt.
Bei den zehn Ermittlungsverfahren gehe es unter anderem um Verstöße gegen das Betäubungsmittelgesetz, gegen das Waffengesetz und gegen das Aufenthaltsgesetz. Die Polizei stellte nach eigenen Angaben mehrere Pfeffersprays, eine Pfefferpistole und einen Schlagstock sicher.
Bei mobilen Kontrollen seien darüber hinaus Ordnungswidrigkeiten wegen Verkehrsverstößen, insbesondere in Zusammenhang mit E-Scootern, geahndet worden. Eine Person habe nach einem Platzverweis Widerstand geleistet und die Beamten beleidigt – eine Anzeige sei erstattet worden.
Primär kontrollierte die Polizei nach eigenen Angaben größere Gruppen von Jugendlichen und jungen Erwachsenen, die durch provokantes und aggressives Verhalten auffielen. Auch die Einhaltung des Jugendschutzes sollte gewährleistet werden.
Weniger Straßenraub, Messerangriffe sowie Taschen- und Trickdelikte
Die von der Polizei als „Action Day“ bezeichneten Kontrollen auf der Frankfurter Zeil fanden bereits zum elften Mal statt. Ziel der seit November 2025 regelmäßig durchgeführten Maßnahmen sei es, die Sicherheit auf der Frankfurter Einkaufsmeile zu erhöhen. „Die Zeil darf kein rechtsfreier Raum sein. Sie muss wieder ein Ort sein, an dem sich alle Menschen zu jeder Zeit sicher, willkommen und respektiert fühlen“, sagte der hessische Innenminister Roman Poseck (CDU). Speziell an Wochenenden komme es auf der Zeil vermehrt zu Kriminalität, dagegen müsse man vorgehen.
Bei den bisherigen Aktionstagen seien bereits mehr als 2800 Personen sowie 31 Gastronomien und Gewerbe überprüft worden. 108 Strafanzeigen seien erstattet worden. Laut dem Innenministerium zeigen die Kontrollen Wirkung: Die Fälle von Straßenraub, Messerangriffen sowie Taschen- und Trickdelikten sind im Vergleich zum Jahr 2025 gesunken.




