Historische Sprachforschung : Das generische Maskulinum gab es schon im Althochdeutschen

Manche meinen, das generische Maskulinum existiere erst, seit Frauen in Männerberufen arbeiteten. Zwei Frankfurter Sprachforscher haben nachgewiesen, dass das nicht stimmt.
Ein Freund kann auch eine Freundin sein, ein Bürger auch eine Bürgerin: Schon im Alt- und Mittelhochdeutschen gab es das generische Maskulinum. Das haben die Linguisten Helmut Weiß und Ewa Trutkowski von der Universität Frankfurt nachgewiesen. Nach Angaben der beiden Forscher war es das Ziel ihrer historischen Studie, die Debatte um die Gendersprache zu versachlichen. Weiß sagte, sie sei überzeugt, dass sich „gendergerechte“ Formulierungen allenfalls in Teilen der Sprachgemeinschaft durchsetzen würden. Der Aufsatz wurde in der Fachzeitschrift „Linguistische Berichte“ veröffentlicht.
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