Obdachlose in Frankfurt : „Da schlafe ich lieber draußen“

Die Eiseskälte ist lebensgefährlich für Menschen, die auf Frankfurts Straßen leben. An manchen Orten finden sie einen Schlafplatz oder eine warme Suppe – doch nicht jeder mag die Unterstützung annehmen.
Um 21 Uhr liegt die Temperatur sieben Grad unter Null, und es wird noch kälter in dieser Nacht. Das Mainufer, wo sonst auch im Winter um diese Zeit noch viele Jogger unterwegs sind, ist menschenleer. Der Wind bläst aus Osten, er rüttelt an den Fahnen vor dem Westtower und lässt die Masten klappern, am wolkenlosen Himmel beleuchtet fahles Mondlicht die Kondensstreifen. Die Finger sind trotz Handschuhen nach einiger Zeit kalt, der Wind findet auch durch dicken Stoff einen Weg. Setzt er eine Weile aus, fühlt es sich wie eine warme Brise an.
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