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Autobahndreieck Erlenbruch : Arbeiten für Riederwaldtunnel gehen doch voran

  • -Aktualisiert am

Ausblick: Der Bau des Riederwaldtunnels soll erst 2018 beginnen - die Arbeiten am Dreieck Erlenbruch laufen gleichwohl weiter Bild: Helmut Fricke

Der Baubeginn für den Riederwaldtunnel verzögert sich abermals - doch die vorbereitenden Arbeiten schreiten weiter voran. Gegner des Tunnels sprechen von einem Skandal.

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          Trotz der Verschiebung des Baubeginns für den Riederwaldtunnel um zwei Jahre gehen die Arbeiten am Autobahndreieck Erlenbruch voran. Es wird die Autobahn 66 inklusive des Riederwaldtunnels mit der Autobahn 661 verbinden. Die Grube für das Dreieck ist längst ausgehoben, mittlerweile sind die Betonierarbeiten für das erste Teilstück der Rampe in vollem Gang. Ende nächsten Jahres soll das Dreieck fertig sein.

          Die Gegner des Riederwaldtunnels vom Aktionsbündnis Unmenschliche Autobahn bezeichnen den Weiterbau des Autobahndreiecks als „skandalös“. Dem Verkehrsministerium wirft das Bündnis vor, dem Ergebnis der von Verkehrsminister Tarek Al-Wazir (Die Grünen) angeordneten neuen Verkehrsuntersuchung vorzugreifen und damit das Verfahren zur „Farce“ zu machen.

          Bevorstehende Planänderung

          Zudem nenne Al-Wazir nicht den wahren Grund für die Notwendigkeit der neuen Verkehrsuntersuchung. Er liege in der bevorstehenden Planänderung für die Autobahn-Ostumgehung A 66/A 661 vom Preungesheimer Dreieck bis zum Abschnitt südlich der Anschlussstelle Frankfurt-Ost/Hanauer Landstraße, die wegen des Verzichts auf den Alleentunnel für die A 66 notwendig geworden sei.

          Das Ministerium wies die Vorwürfe zurück. Für einen Stopp der Arbeiten am Autobahndreieck Erlenbruch bestehe keinerlei Veranlassung. Die Aktualisierung der Verkehrsuntersuchung, deren Prognosehorizont bis 2030 und damit fünf Jahre weiter als der der alten Planung reiche, könne allenfalls Konsequenzen für den Lärmschutz am Autobahndreieck haben. Die Bauarbeiten griffen dem aber in keiner Weise vor.

          Unbegründet sei auch die Behauptung, Minister Al-Wazir habe nicht den wahren Grund für die neue Verkehrsuntersuchung für den Riederwaldtunnel genannt. Die Bürgerinitiative übersehe, dass der Bau des Tunnels und die Verbreiterung der A 661 unterschiedliche Vorhaben seien.

          Die Bürgerinitiative erwartet, so heißt es in ihrer Mitteilung, dass das neue Planfeststellungsverfahren das gesamte Gebiet von Preungesheim bis zur Hanauer Landstraße umfasse und ihm die heute geltenden Grenzwerte für Lärm und Schadstoffe zugrunde liegen müssten. Bei einer seriösen Prognose müsse die Zunahme des Fern-, Transit- und Schwerlastverkehrs realistisch wiedergegeben werden.

          Der Riederwaldtunnel ist und bleibt nach Meinung der Frankfurter CDU das drängendste Straßenverkehrsprojekt der Mainmetropole. Er entlaste massiv nicht nur die vielbefahrene Straße Am Erlenbruch im Stadtteil Riederwald, sondern auch die Wilhelmshöher Straße, die Borsigallee und die Hanauer Landstraße. „Wir erwarten, dass der Minister Al-Wazir alles tun wird, um den Riederwaldtunnel ohne vermeidbare Verzögerungen bauen zu können“, sagte der verkehrspolitische Sprecher der CDU, Helmut Heuser.

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