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Postkoloniale Feindbilder : Sterbende weiße Männer

  • -Aktualisiert am

„Dabei sterben nur alte, weiße Männer!“, witzelten die Rapper der Band KIZ bei einem Konzert Anfang März in Anspielung auf die Covid-19-Infektionen. Bild: Maximilian von Lachner

Die Corona-Pandemie wird von Aktivisten im Umkreis der postkolonialen Theorie genutzt, um ihre Feindbilder zu pflegen. Ziel der Attacken sind ältere Menschen. Gastbeitrag einer Islam-Forscherin.

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          Am 8. März dieses Jahres gab die Hiphop-Band K.I.Z. in Dortmund ein Konzert nur für Frauen. Um die Menge anzuheizen, machten sich die Musiker ein bisschen über die aufkommende Angst vor Covid-19-Infektionen lustig. Diese sei nicht nötig, so die Rapper, denn die Wahrheit sei: „Dabei sterben nur alte, weiße Männer!“

          Zehn Tage später schrieb ein Blogger, der sich selbst als „#noafd, AntiNationalist, überzeugter Europäer und für eine offene bunte Gesellschaft“ etikettierte: „Warum soll ich jetzt auf die alten Weißen Rücksicht nehmen, wenn Sie es die ganzen Jahrzehnten auch nicht für mich gemacht haben? #Klimakrise Und so denken nicht nur ich, sondern alle Jugendliche, die sich derzeit gegen das autoritäre Gelaber widersetzen und raus gehen feiern!“

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