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McKinsey-Analyse : Schulen brauchen doppelt so viel Geld für Digitalisierung

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Schülerinnen und Schüler nehmen an einer Schule am IT-Unterricht teil. Bild: dpa

Die Fachleute der Unternehmensberatung schlagen vor, dass Endgeräte für alle Lehrer und Schüler angeschafft werden. Ohne mehr Anstrengungen könnten sozial benachteiligte Schüler noch stärker zurückzufallen.

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          Die staatlichen Fördermittel zur Digitalisierung der Schulen müssten nach einer Berechnung der Unternehmensberatung McKinsey mehr als verdoppelt werden, damit der Modernisierungsprozess wirklich gelingt. „Weder Schulen, Lehrer noch Schüler sind flächendeckend für den Online-Unterricht gerüstet. Ohne energisches Gegensteuern drohen sozial benachteiligte Schüler noch stärker zurückzufallen und Teile des Curriculums werden möglicherweise nicht vermittelt“, heißt es in einer am Freitag veröffentlichten Analyse. Deutschlands Schulen hinkten bei der Digitalisierung hinterher und die Coronakrise führe das eindringlich vor Augen.

          Konkret wird vorgeschlagen, nicht nur die Schulen selbst mit Beamern, Wlan und schuleigenen Online-Lernplattformen auszustatten, wie mit dem 5,5 Milliarden Euro schweren „Digitalpakt Schule“ vorgesehen. Zusätzlich sollten auch Endgeräte für alle Lehrer und Schüler angeschafft werden. Die Unternehmensberatung führt auf Nachfrage an, dass jeder Schüler für digitales Arbeiten ein Gerät mit Tastatur bräuchte.

          Kosten von 6 Milliarden Euro

          Zudem müssten Lehrer Schülerdaten auf den Geräten speichern können, was auf privaten Laptops oder Tablets nicht erlaubt sei. Die Anschaffungskosten für die mehr als 800.000 Lehrer und 11 Millionen Schüler in Deutschland werden mit rund 6 Milliarden Euro beziffert. McKinsey verweist in dem Zusammenhang darauf, dass das Konjunkturpaket der großen Koalition zur Bewältigung der Coronakrise einen Umfang von 130 Milliarden Euro hat.

          Auch der Deutsche Städtetag forderte am Freitag einen „Digitalisierungsschub“ für die Schulen. Nicht alle hätten gleichermaßen einen Zugang zur digitalen Welt oder könnten sich dort sicher bewegen. „In der Schule wird das besonders deutlich. Das muss sich ändern“, sagte Präsident Burkhard Jung der „Neuen Osnabrücker Zeitung“. Vielerorts fehle es noch immer an ausgebildeten Lehrkräften für den Umgang mit digitalen Techniken sowie an den passenden Konzepten, beklagte der Leipziger Oberbürgermeister.

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