Forschungssicherheit : Sind die Hochschulen verteidigungstüchtig?

Die Debatte über den Schutz der Hochschulen gegen Sabotage und Spionage muss die konkreten Gefahren und Aufgaben viel schärfer in den Blick nehmen.
Der Wissenschaftsrat hat in seinem neuesten Papier „Wissenschaft in Deutschland – Perspektiven bis 2040“ vier Szenarien denkbarer künftiger Entwicklungen zum Ausgangspunkt seiner Überlegungen gemacht. Das ist richtig und wichtig. Allerdings operieren diese Überlegungen aus der Logik des Wissenschaftssystems und weniger aus der Logik externer Ereignisse, zu denen insbesondere Krieg und dementsprechend Verteidigungstüchtigkeit gehören. Der Ansatz, aus der Perspektive des Wissenschaftssystems zu denken und für Freiheit, Autonomie, finanzielle und strukturelle Sicherheit zu werben, läuft allerdings leer, wenn die Grundvoraussetzung für Wissenschaft, friedliche Arbeits- und Betriebsbedingungen nicht mehr existieren. Damit befasst sich der Wissenschaftsrat nicht. Öffentliche Einrichtungen werden offenbar für x-beliebige staatliche oder auch private Betriebe gehalten, deren Sicherung nach den gleichen Regeln erfolgen kann, wie sie für Finanzämter oder Kläranlagen gelten.
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