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Nach schwerem Unwetter : Ein Toter bei Überschwemmungen in Österreich

  • Aktualisiert am

Schwere Unwetter haben ganze Ortschaften im Bezirk Villach-Land verwüstet. Bild: dpa

Bei heftigen Unwettern in Kärnten wurden ganze Ortschaften mit Wasser und Schlamm überschwemmt. Innerhalb weniger Stunden fiel so viel Regen wie sonst im Juni insgesamt.

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          Ein schweres Unwetter hat im österreichischen Bundesland Kärnten eine Spur der Verwüstung hinterlassen. Ein 82 Jahre alter Mann wurde in Treffen am Ossiacher See von einem Bach mitgerissen und am Mittwoch tot aufgefunden, sagte der Bezirkschef von Villach-Land, Bernd Riepan, dem Sender ORF. Nach einer weiteren vermissten Person wurde gesucht. Die Behörden riefen Zivilschutzalarm für die Orte Treffen und Arriach wegen Erdrutschen und reißender Bäche aus. Die Bevölkerung wurde angewiesen, sich im ersten Stock ihrer Häuser in Sicherheit zu bringen. Laut ORF wurden mehrere eingeschlossene Menschen mittels Hubschrauber gerettet.

          Das Unwetter verursachte besonders im Gegendtal in der Nähe von Villach schwere Schäden. Die 1400-Einwohner-Gemeinde Arriach war von der Außenwelt abgeschnitten. „Alle Verbindungsstraßen sind weggeschwemmt“, sagte Bürgermeister Gerald Ebner. Häuser wurden zum Teil bis zum ersten Stock verschüttet. Wegen der Schlamm-Massen war auch die Straße zum Feuerwehrhaus in Treffen zunächst blockiert.

          Bereits am Dienstagabend hatte ein Sturm mit Orkanböen in Kärnten Bäume gefällt, Stromleitungen gekappt und Dächer abgedeckt. Gewässer führten Hochwasser, wie es nur alle 30 Jahre vorkomme, sagte Johannes Moser, ein Hydrologe des südlichen Bundeslandes. Der Einsatz der Feuerwehren wurde durch das Bundesheer mit 100 Soldaten und schwerem Gerät unterstützt.

          Gerhard Hohenwarter von der Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (ZAMG) sagte laut der österreichischen Nachrichtenagentur APA, in Arriach und anderen Orten in der Region habe es „in nur wenigen Stunden so viel geregnet wie in einem durchschnittlichen gesamten Juni“.

          Rund 100 weitere sturmbedingte Feuerwehreinsätze wurden aus Oberösterreich gemeldet. Meist ging es laut APA um Überflutungen von Kellern, es habe aber auch Verkehrsunfälle und von Bäumen blockierte Straßen sowie Blitzschläge an Wohnhäusern und landwirtschaftlichen Gebäuden gegeben.

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