Folge der Corona-Pandemie :
„Es werden mehr Tiere abgegeben als sonst“

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Sucht ein neues Zuhause: Mischling Frida im Nürnberger Tierheim
Sucht ein neues Zuhause: Mischling Frida im Nürnberger Tierheimdpa

Das Nürnberger Tierheim nimmt derzeit keine Tiere mehr auf – das Haus ist zu voll. Leiterin Tanja Schnabel spricht im Interview über die Folgen des Haustier-Booms während Corona, zwielichtige Verkäufer im Internet und den Hundeführerschein.

Frau Schnabel, Sie leiten das Tierheim in Nürnberg. Aktuell haben Sie einen Aufnahmestopp. Wie viele Tiere betreuen Sie derzeit?

Unser Haus ist in diesem Jahr durchgehend voller als sonst. Momentan haben wir mehr als 120 Katzen im Haus. Normalbestand wären 80 bis 100. In anderen Abteilungen sieht es genauso aus. Hunde haben wir derzeit 55, zudem rund 200 Klein- und Wildtiere. Das sind nicht nur Abgabetiere, wir nehmen ja aktuell keine Tiere auf. Der ein oder andere setzt sein Tier einfach aus, als Fundtier landet es dann trotzdem bei uns. Dazu kommt, dass auch wir wegen Urlaubszeit und Krankheitsausfällen an Personalmangel leiden. Es hakt an allen Ecken und Enden. Aus anderen Häusern höre ich, dass die Situation ähnlich ist.

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