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Sitz-Protest in Berlin : Wie eine Aktivistin die Menschen zum Nachdenken bringen will

Aktivistin Tanja Watoro in Berlin-Mitte Bild: Katharina Müller-Güldemeister

Tanja Watoro setzt sich aus Protest gegen den Klimawandel auf die Straße. Manche Autofahrer reagieren genervt, andere verständnisvoll. Den Dialog suchen viele. Aber bringt die Aktion wirklich was?

  • -Aktualisiert am
          5 Min.

          Mit zwei Schildern unterm Arm und einer Brennnessel im Topf macht sich Tanja Watoro auf den Weg. Nachts ist sie von Herzklopfen aufgewacht. Watoro ist 46 Jahre alt und Schauspielerin. Die Requisiten haben aber nichts mit ihrem Beruf zu tun. Gleich wird sie sich auf die Friedrichstraße in Berlin-Mitte setzen, auf Augenhöhe mit dem Kühlergrill des ersten Autos, das nicht an ihr vorbeikommt.

          Fünf Tage vorher hatte sie ihre ausgekundschaftete Stelle beim S-Bahnhof eigentlich verworfen. Wegen einer Polizeiwache um die Ecke, erzählt sie in ihrer WG-Küche. „Da würde ich wahrscheinlich nicht lange sitzen.“ Sie trägt eine rote Bluse und hat schwarze lange Haare. Auf dem Tisch trocknen Brennnesselblätter, die als Tee gegen Magenbeschwerden und hohen Blutdruck helfen. Am Schrank steckt ein Flyer: „Entschuldigen Sie die Störung, aber es ist ein Notfall. XR.“

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