Vorwurf sexuelle Ausbeutung : Klage von „Romeo und Julia“-Darstellern abgewiesen

Weil Kalifornien im Zuge der MeToo-Bewegung die Gesetze geändert hatte, klagten Olivia Hussey und Leonard Whiting gegen eine Szene in „Romeo und Julia“, in der nackte Brüste und ein Po zu sehen waren.
Nach den Vorwürfen zu sexueller Ausbeutung der jugendlichen Hauptdarsteller der Shakespeare-Verfilmung „Romeo and Juliet“ aus dem Jahr 1968 bleibt ein Prozess aus. Ein Gericht in Los Angeles kündigte am Donnerstag an, die Klage der Schauspieler Olivia Hussey und Leonard Whiting abzuweisen.
Die beiden hatten behauptet, bei den Dreharbeiten von dem inzwischen verstorbenen Regisseur Franco Zeffirelli zu Nacktszenen gezwungen worden zu sein. Die damals 16 Jahre alte Juliet-Darstellerin Hussey ist in dem Filmdrama der Paramount Pictures mit entblößten Brüsten zu sehen, der Romeo-Darsteller Whiting, damals 17 Jahre alt, mit nacktem Po.
„Fehlende sexuelle Anspielung“ in umstrittener Szene
Das Gericht begründete die Abweisung der Klage zu Schadenersatz in Höhe über mindestens 100 Millionen Dollar mit „fehlender sexueller Anspielung“ in der umstrittenen Bettszene. Zudem sei nicht jede Darstellung nackter Minderjähriger kinderpornografisch.
Ausgelöst durch die MeToo-Bewegung hatte der Bundesstaat Kalifornien vorübergehend die Verjährungsfrist für sexuelle Übergriffe auf Minderjährige aufgehoben. Hussey und Whiting, heute in ihren Siebzigern, reichten daher 55 Jahre nach den Dreharbeiten kurz vor dem Schließen des sogenannten Lookback Window Ende vergangenen Jahres eine Zivilklage gegen Paramount ein.





