Wettkampf in der Pfalz : Wenn der Weihnachtsbaum zum Speer wird

Bei der Weltmeisterschaft im Weihnachtsbaumwerfen sind in der Pfalz nicht nur sportliche Fähigkeiten gefragt. Außer Kraft und Technik schwören die erfahrenen Wettkämpfer vor allem auf ein Erfolgsrezept: ausreichend Glühwein.
Mit Wucht dreht sich Andreas Steinle dreimal um die eigene Achse, dann fliegt die Fichte, an einer dicken Paketschnur befestigt, wie beim Hammerwurf über seine rechte Schulter und kracht auf den Hartplatz. 5,16 Meter, verkündet der Wettkampfrichter. „Mann, ist mir jetzt schwindelig“, sagt der 51-Jährige. Tiefe Lachfalten graben sich in sein Gesicht. Er ist am Sonntag extra aus Waghäusel-Kirrlach aus dem Landkreis Karlsruhe ins pfälzische Weidenthal gefahren. Dort messen sich zum zwölften Mal zahlreiche Männer und Frauen mitten im Pfälzerwald bei der Weltmeisterschaft im Weihnachtsbaumwerfen. Hunderte Zuschauer, eingepackt in dicke Daunenjacken und Wollmützen, verfolgen den Dreikampf am Rande des Sportplatzes.





