Laut Kinderschutzorganisation :
Starker Anstieg sexueller Ausbeutung von Kindern im Internet

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Ein Mädchen liegt auf ihrem Bett im Kinderzimmer und schaut auf ein Smartphone. (Symbolbild)
Ein Mädchen liegt auf ihrem Bett im Kinderzimmer und schaut auf ein Smartphone. (Symbolbild)Picture Alliance

Besonders bei den Sieben- bis Zehnjährigen nehme sexualisierte Ausbeutung im Internet zu. Die Zahl der Betroffenen wuchs laut World Vision in dieser Altersgruppe in einem Jahr um 235 Prozent.

Die Kinderschutzorganisation World Vision beklagt einen Anstieg sexualisierter Ausbeutung sehr junger Kinder im Internet. Allein im Jahr 2021 seien weltweit 29 Millionen Fälle sexualisierter Online-Ausbeutung von Jungen und Mädchen gemeldet worden, teilte die Organisation am Donnerstag in Berlin mit. Dies entspreche einem Anstieg von 35 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

Kinder im Alter von sieben bis zehn Jahren waren vom Anstieg besonders betroffen. Hier wuchs die Zahl der Betroffenen um 235 Prozent innerhalb eines Jahres.

World Vision forderte die Politik zum Handeln auf. Die schweren geistigen und körperlichen Folgen eines solchen Missbrauchs trügen die Kinder ein Leben lang. Neben der global rasant voranschreitenden Digitalisierung habe auch Corona zu einem Anstieg der Ausbeutungsfälle in den letzten Jahren beigetragen. In Folge der Pandemie hätten Kinder weltweit ihr Sozialleben in die digitale Welt verlagern müssen, oftmals ohne Aufklärung und Beaufsichtigung.

Bei der sexualisierten Ausbeutung von Kindern im Internet geht es etwa um die Darstellung sexualisierter Gewalt gegen Kinder per Foto oder Video oder Online-Livestreaming in Form sexualisierter Interaktionen mit Kindern über Webcams ohne direkten physischen Kontakt. Weitere Formen sind Sextortion, eine Form der Erpressung, bei der der Täter mit der Veröffentlichung von Nacktfotos oder -Videos des Opfers droht, oder um Cyber-Grooming, also die Anbahnung sexueller Kontakte mit Minderjährigen im Internet.

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