Mordprozess gegen Mario G. : „Es war mir ganz egal“

Der ehemalige Pfleger Mario G. hatte zwei Patienten sedierende Medikamente gegeben, damit er „seine Ruhe“ haben könne. Beide starben. Nun wurde er zu lebenslanger Freiheitsstrafe verurteilt.
Kurz sieht es während eines Verhandlungstages so aus, als hätte man es nun schriftlich: „Ich bin ein Killer“, habe Mario G. gepostet, dazu das Bild von einem Notfall. So gibt es die Zeugin wieder, der Vorsitzende Richter runzelt die Stirn. Bald darauf ist Pause, Zeit zur Recherche fürs Gericht, danach klärt der Vorsitzende auf: Es hieß in der Nachricht nur „Killer“, und „Killer“ ohne „ein“ sei kein „Killer“, sondern Jugendsprache. Und dann bedeute „Ich bin Killer“: „Ich bin geil, ich bin super!“ Der Verteidiger von Mario G. nickt zustimmend: „Genauso ist es.“
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