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Der Fall Rodney Reed : Hinrichtung in Texas vorerst gestoppt

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Bis zum letzten Atemzug: Rodney Reed beteuert seine Unschuld und hofft darauf, dem Tod durch Hinrichtung zu entgehen. Bild: AP

Rodney Reed sollte nächste Woche hingerichtet werden. Wegen neuer Beweise hat ein Berufungsgericht den Termin nun ausgesetzt. Der wegen Mordes verurteilte Afroamerikaner beteuert seine Unschuld und erhält Unterstützung von zahlreichen Prominenten.

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          Die amerikanische Justiz hat eine für kommenden Mittwoch geplante Hinrichtung eines zum Tode Verurteilten vorerst ausgesetzt. Das entschied ein Berufungsgericht im Bundesstaat Texas am Freitag. Kurz zuvor hatte das für Begnadigungen und Strafaussetzungen zuständige Gremium in Texas bereits einstimmig eine Verschiebung der Hinrichtung empfohlen, nachdem die Verteidigung neue Beweise vorgelegt hatte.

          Der 51-jährige Afroamerikaner Rodney Reed war 1998 von einer ausschließlich mit Weißen besetzten Jury wegen Vergewaltigung und Mordes an der 19-jährigen Weißen Stacey Stites zum Tode verurteilt worden. Er beteuerte stets seine Unschuld und gab an, mit der jungen Frau eine Affäre gehabt zu haben. Seine Verteidiger geben an, dass nach dem Prozess aufgetauchte Beweiselemente Reeds Version stützen und auf einen anderen Verdächtigen hinweisen. Bei diesem soll es sich um den Verlobten des Opfers handeln – einen Ex-Polizisten, der inzwischen eine zehnjährige Haftstrafe wegen einer anderen Vergewaltigung absaß.

          Reed hatte von zahlreichen Prominenten, Abgeordneten und Millionen amerikanischen Bürgern Unterstützung erhalten. Dazu zählten der Sohn der Bürgerrechtsikone Martin Luther King, Realitystar Kim Kardashian sowie die Sängerinnen Rihanna und Beyoncé. Zwei Online-Petitionen erhielten mehr als 3,5 Millionen Unterschriften.

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