Prozess zur Silvesternacht : „Das macht natürlich was mit einem“

In Berlin hat die juristische Aufarbeitung der Krawalle in der Berliner Silvesternacht begonnen. Ein 23-Jähriger, der einen Böller in Richtung eines Polizisten warf, wird zu acht Monaten Freiheitsstrafe verurteilt.
Zum Abschluss des dreistündigen Prozesses schaut der Richter dem Angeklagten direkt ins Gesicht. „Herr W.“, sagt er und erklärt dem jungen Mann, dass dieser jetzt ins Gefängnis müsste, wäre die soeben verhängte Freiheitsstrafe nicht zur Bewährung ausgesetzt worden. „Sie dürfen keinen Apfel klauen“, erklärt der Richter, „Sie dürfen nicht schwarzfahren, Sie dürfen nichts machen.“ Seine Eindringlichkeit klingt fast wie eine Drohung: „Sonst sehen wir uns wieder.“
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