König Harald V. :
Tröster und Einiger

Von
Peter Sturm
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König Harald V.
König Harald V.REUTERS

Skandinavische Monarchen gelten als „weltoffen“. Auch Norwegens König Harald V. wird seiner Rolle gerecht. In einer Fernsehansprache tröstet er sein Land und spricht aufmunternde Worte für sein Volk.

Skandinavische Monarchen umgeben sich in der Regel nicht mit der Aura des Unnahbaren wie die Herrscher in Großbritannien oder anderswo. Vielmehr geben sie sich gerne volksnah, womit sie dem Bild entsprechen, das die Außenwelt von ihren Ländern hat. Man nennt das gerne "weltoffen". Dass in Wirklichkeit durchaus nicht alles so romantisch ist wie Landschaftsbilder nahelegen, weiß man nicht erst seit diesem schrecklichen Freitag, als zuerst eine gewaltige Explosion, später ein Massaker an Jugendlichen die ruhige Welt Norwegens erschütterten. Wie immer in solchen Situationen ist das politisch machtlose Staatsoberhaupt als Tröster und Einiger gefragt. Und König Harald V. wurde seiner Rolle gerecht. Einen "Angriff auf unsere Gesellschaft und unsere Demokratie" habe das Land gerade erlebt, sagte Harald in einer Fernsehansprache. Und er hatte, so schwer es ihm auch gefallen sein mag, gleich noch einige aufmunternde Worte für seine geschockten Landsleute parat. Er glaube fest daran, dass Freiheit stärker sei als Angst und dass es weiterhin möglich sei, frei und sicher in Norwegen zu leben. Auch seiner traurigen Pflicht, Überlebenden des Massakers Zuspruch zu geben, kam der Monarch sogleich nach.

FAZ

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