Sternwarte Rosenheim : Vier Monde über Rosenheim
Ringe des Saturn im Oberbayrischen – ein Professor zeigt die Monde über Rosenheim.
Es ist kühl und dunkel, leichter Nebel wabert über der Stadt. Der Holzboden der Sternwarte auf dem Dach der Hochschule Rosenheim knarzt beim Betreten. Es ist ein runder Raum, in dem ringsum Stühle angebracht sind. Die fünf Teilnehmer der Führung lauschen gespannt der ruhigen Stimme von Elmar Junker, der das Fernrohr erklärt. Die Sterne haben Junker, der Physik, Bauphysik und Astronomie an der technischen Hochschule in Rosenheim lehrt, schon immer fasziniert: „Ich bin 1962 geboren und war dementsprechend ein Jahr alt, als John F. Kennedy sagte, er wolle auf den Mond fliegen. Bei Apollo 11, der ersten bemannten Raumfahrtmission mit einer Mondlandung, 1969, war ich sieben Jahre alt. Diese Apollophase hat mich sehr geprägt.“ Seine Kindheit hat er auf dem Land in Rheinland-Pfalz verbracht. Da es dort keine Lichtverschmutzung gab, sah er in den Neumondnächten viele Sterne. Der bärtige Professor macht mit zwei Kollegen Führungen durch die Sternwarte für seine Studenten und Besucher. „Es fasziniert uns Menschen, zu erkennen, wie klein wir sind, was im Entfernten ist und wie die Dinge zusammenhängen. Das spielt bei mir auch eine große Rolle. Außerdem finde ich es hochfaszinierend, dass wir so viel über das Weltall herausfinden können, ohne überhaupt dort hinfahren zu müssen.“
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