F.A.S.-exklusiv : Wird Jürgen Fitschen „Ehrenpräsident“ der Deutschen Bank?

Jürgen Fitschen ist nicht mehr Chef von Deutschlands bedeutendstem Geldhaus. Für die Bank arbeitet er aber weiterhin - und muss auch nicht auf den „Elefantenfriedhof“ umziehen.
Die Deutsche Bank sucht nach einem klingenden Titel für ihren nun ehemaligen Chef Jürgen Fitschen. Mit Ablauf der Hauptversammlung am vergangenen Donnerstag ist er als Vorstand ausgeschieden, Tags drauf sei er mit neuem, noch titellosen Arbeitsvertrag in der Deutschen Bank angetreten, berichtet die Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung und beruft sich auf Konzernkreise.
Fitschen werde dem Konzern auch künftig sein Netzwerk in Deutschland und Asien zur Verfügung stellen, heißt es offiziell. Über die richtige Bezeichnung für diese Aufgabe brüten die Stäbe der Bank, es zirkulieren mehrere Ideen, aber noch kein offizieller Beschluss. „Honorary President“ träfe es am besten, schreibt die F.A.S. weiter.
Für Fitschen hat die neue Stelle den Vorteil, dass er sein Büro in der Konzernzentrale behält. Er muss nicht umziehen zu den anderen ehemaligen Vorständen der Bank in das Bürohaus auf der anderen Straßenseite, das als „Elefantenfriedhof“ tituliert wird.
Die erste Dienstreise mit neuer Aufgabe führt Jürgen Fitschen nach Griechenland, wo er nächste Woche eine Konferenz mit den größten Reedern der Welt besuchen wird. Wie viel Geld der ehemalige Konzern-Chef künftig verdient, kommentiert die Deutsche Bank nicht, es handle sich jedenfalls um keinen One-Dollar-Job.





