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Geld in der Partnerschaft : Hilfe, meine Frau wirft das Geld raus!

Erst mal shoppen in der Stadt, dann zu Hause noch bei Zalando bestellen. Bild: dpa

In Gelddingen zeigt sich oft die Wahrheit über eine Beziehung, sagen Paartherapeuten. Aber wer wird denn gleich an Scheidung denken, wenn die Ehepartnerin über die Verhältnisse lebt?

          Familienvater Thorsten Bach ist in Rage. „Meine Frau haut das ganze Geld raus“, schimpft er. Was eigentlich nur ein harmloser Smalltalk unter Bekannten werden sollte, entwickelt sich rasant und unaufhaltsam zu einer harten Abrechnung mit seiner Frau. Verschwenderisch sei sie. „Egal wie viel Geld ich nach Hause bringe, am Monatsende ist unser Konto wieder auf null.“ Das ärgert ihn maßlos. „Wenigstens 500 Euro müssten wir doch jeden Monat für schlechte Zeiten zurücklegen. Ist mit ihr aber nicht zu machen!“

          Christoph Schäfer

          Verantwortlicher Redakteur für Wirtschaft Online.

          Thorsten Bach ist mit seiner Frau seit neun Jahren zusammen und seit vier Jahren verheiratet. Sie haben zwei kleine Kinder und wohnen unter einem Dach zusammen. Bach heißt in Wahrheit anders, seine Eheprobleme aber sind real. Als sich die Bachs kennenlernten, waren beide voll berufstätig und kamen zusammen auf 4000 Euro brutto im Monat. Mittlerweile verdient er 10.000 Euro, seine Frau ist nicht mehr berufstätig und kümmert sich um die Kinder, den Haushalt und die Dinge des täglichen Bedarfs. Letzteres nicht zur Zufriedenheit des Gatten. „Früher kaufte sie auch mal gebrauchte Kleidung, jetzt muss alles von Boss sein.“ Und überhaupt: „Der Postmann klingelt viel zu häufig und bringt irgendwelchen Kram.“

          Um das Problem in den Griff zu bekommen, kam Bach auf eine eigenwillige Lösung. „Ich habe einfach mal ihr iPad versteckt, damit sie nicht so viel bestellen kann.“ Und natürlich habe er mit ihr über die Ausgaben geredet. Aber das iPad wurde schnell gefunden und das Finanzgespräch endete ergebnislos. In finsteren Momenten denkt Bach nun an Scheidung, „aber das wäre finanzielles Harakiri“. Dann müsse er Unterhalt für seine Frau und seine beiden Kinder leisten, Gerichts- und Anwaltskosten zahlen, eine neue Wohnung suchen und so weiter und so weiter. Und eigentlich wolle er mit seiner Frau ja auch zusammenbleiben. „Aber einfach so weiterzumachen ist auch keine Lösung“, sagt Bach. Was also tun?

          Die Lösung ist einfacher als gedacht

          Zumindest rechtlich ist die Sache leicht zu lösen. „Wenn Herr Bach der Meinung ist, es müssen 500 Euro am Monatsende gespart werden, dann kann er zu jeder Bank gehen, ein Konto nur auf seinen Namen eröffnen und die 500 Euro nach Gehaltseingang direkt abzweigen“, sagt Rechtsanwältin Elisabeth Koch. Sie ist Vorsitzende der Wissenschaftlichen Vereinigung für Familienrecht und publiziert in den einschlägigen Standardwerken. „Seine Frau kommt an das Konto nicht ran und kann dagegen rechtlich nichts unternehmen“, sagt Koch. Während der Ehe herrsche im deutschen Recht nämlich Gütertrennung. „Das ist dann zunächst einmal ganz allein sein Geld und sein Konto.“ Seine Frau könne von diesem Geld nur im Fall der Scheidung profitieren. Dann werde zusammengerechnet, was von beiden Partnern während der Ehe erworben worden ist. Die Gesamtsumme dieses Zugewinns wird anschließend durch zwei geteilt.

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