Grab, Tojek oder Tokopedia : Südostasiens Einhörner starten durch

Die Infrastruktur in den geographisch zersplitterten Ländern wie Malaysia oder Indonesien ist miserabel. Innovative Unternehmen füllen diese Wohlstands-Lücken.
Neun Jahre liegen zwischen My Teksi, von zwei Harvard-Freunden im Hinterzimmer in Kuala Lumpur gegründet, und dem größten Spac-Börsengang der Welt in New York.
Heute heißt ihre Firma Grab, ist ein Einhorn Südostasiens und knapp 40 Milliarden Dollar wert. Neben dem Spielekonzern Sea aus Singapur, nun 190 Milliarden Dollar wert, ergänzen Grab und das konkurrierende indonesische Trio Gojek, der Versandhändler Tokopedia und der Reiseagent Traveloka die Liste der Börsenanwärter.
Gefördert von ihren Regierungen mit Geld und Lizenzen, rücken sie Südostasien ins Blickfeld. Die Region kennzeichnen 675 Millionen Menschen mit einer starken Mittelschicht und einem Wachstum von rund 5 Prozent.
Die miserable Infrastruktur in geographisch zersplitterten Ländern schafft Lücken, die die jungen Firmen mit digitalen Dienstleistungen über das Mobiltelefon überbrücken: Dem Angebot von Moped-Taxis folgen Essenslieferungen und bald schon Finanzdienstleistungen.
Damit bilden die Firmen die zweite Welle nach Billigfluglinien wie Air Asia, die einkommensgerechte Verbindungen schufen. Politische Risiken bleiben, das Potential aber scheint unbegrenzt.






