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Bilanzskandal : Drei Lehren aus dem Wirecard-Desaster für Anleihe-Investoren

Das Wirecard-Logo im Tagungsgebäude der Wirecard-Hauptversammlung 2019 Bild: dpa

Anleger haben mit Papieren des Zahlungsdienstleisters viel Geld verloren. Allerdings kann man aus dem Fall auch etwas über die Führung des eigenen Portfolios lernen.

          3 Min.

          Mancher Anleiheinvestor musste in den vergangenen Tagen wieder einmal schmerzhaft feststellen, dass zumindest Unternehmensanleihen auch nicht der sichere Hafen sind, für die sie gerne gehalten werden. Der Aschheimer Zahlungsdienstleister Wirecard hat mit seinem Bilanzskandal und dem inzwischen erfolgten Insolvenzantrag nicht nur am Aktienmarkt eine Bruchlandung hingelegt. Auch bei den beiden ausstehenden Zinspapiere sackten die Kurse steil nach unten.

          Tim  Kanning

          Redakteur in der Wirtschaft.

          Kein Wunder: Für die Rückzahlung der Anleihe  müssen die Investoren nun auf ihren Teil der Insolvenzmasse hoffen. Zumindest nach ersten Einschätzungen sind die Werte, die in diese Insolvenzmasse einfließen eher überschaubar. Neben einer herkömmlichen Wirecard-Anleihe im Volumen von 500 Millionen Euro hatte sich der japanische Technologieinvestor Softbank vor gut einem Jahr über eine 900 Millionen Euro schwere Wandelanleihe auf Wirecard-Aktien an dem Konzern beteiligt, die er offenbar schon kurz danach an verschiedene Fonds weiterverkauft hat.

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