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Aktie fällt zweistellig : Wacker Chemie enttäuscht mit schwacher Gewinnprognose

  • Aktualisiert am

Der Aktienkurs von Wacker-Chemie liegt deutlich im Minus. Bild: dpa

Wacker-Chemie rechnet in diesem Jahr mit einem Gewinnrückgang. Diese Nachricht ließ den Aktienkurs des Spezialchemiekonzerns einbrechen.

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          Die Gewinnprognose von Wacker Chemie für 2019 hat am Dienstag schwer enttäuscht und die Aktie auf Talfahrt geschickt. Schwache Preise für den Solarindustrie-Grundstoff Polysilizium machen dem Chemiekonzern zu schaffen. Am frühen Nachmittag büßten die Papiere 10,40 Prozent auf 86,16 Euro ein und lagen damit abgeschlagen am Ende des M-Dax.

          Zeitweise waren sie mit 85,26 Euro bis knapp an die 90-Tage-Linie gesackt. Dieser Indikator für den mittelfristigen Trend ist aktuell eine wichtige Unterstützung für das Papier. Der Hersteller von Grundstoffen für zahlreiche Industrien rechnet in diesem Jahr mit einem Rückgang des operativen Gewinns (Ebitda) um 10 bis 20 Prozent. Analysten indes hatten bisher noch einen Anstieg prognostiziert.

          Ein wesentlicher Grund für den erwarteten Rückgang des Ebitda sind die im laufenden Jahr voraussichtlich geringeren Durchschnittspreise für Polysilizium. „Einige Marktteilnehmer sind von einer Erholung der Polysiliziumpreise ausgegangen und werden nun komplett auf dem falschen Fuß erwischt“, sagte ein Händler. Das spiegele sich in der heftigen Kursreaktion wider. Die Münchener seien zwar für zurückhaltende Ausblicke bekannt, sagte Analystin Laura Lopez Pineda von der Baader Bank in einer ersten Einschätzung. Ein derart starker Rückgang des Ebitda sei jedoch „konservativer als wir erwartet hatten“.

          Starker Preisverfall von Polysilizium belastet

          Im zweiten Halbjahr rechnet die Expertin jedoch mit wieder besseren Preisen auf den Märkten für Polysilizium. Für Erleichterung könnten ferner sinkende Rohstoffkosten sorgen. Mit Blick auf die ihrer Einschätzung nach überaus konservativen Annahmen von Wacker eröffne sich also wieder deutliches Aufwärtspotenzial.

          Der starke Preisverfall von Polysilizium im vergangenen Jahr hatte den Aktienkurs von Wacker Chemie erheblich belastet. Im Dezember rutschte er bis auf rund 70 Euro ab auf den tiefsten Stand seit fast drei Jahren. Anschließend erholten sich die Papiere wieder und hatten sich tags zuvor sogar wieder der Marke von 100 Euro angenähert.

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