https://www.faz.net/-gv6-9q9p1

Angeblich höheres Gebot : Osram-Kurs im Aufwind

  • Aktualisiert am

Wer kriegt am Ende die Leuchtmittel? Bild: dpa

Nächste Runde im Bieterwettstreit um Osram: Angeblich wollen die Finanzinvestoren Bain und Carlyle noch eine Schippe drauflegen.

          Die Finanzinvestoren Bain Capital und Carlyle erwägen angeblich eine Erhöhung ihres Angebots für den Lichtkonzern Osram , sollte der österreichische Chipkonzern AMS auch formal ein Gebot vorlegen. Die beiden Finanzinvestoren beratschlagten einen solchen Schritt derzeit mit Beratern sowie finanzierenden Banken, berichtet die Nachrichtenagentur Bloomberg unter Berufung auf mit der Situation vertraute Personen. Eine Entscheidung gebe es noch nicht.

          Der Aktienkurs reagiert vor Börsenöffnung. Auf der Handelsplattform Tradegate, üblicherweise der zweitgrößte Handelsplatz für an Osram-Aktien gehandelt wird, drehte der Kurs ins Plus. Osram notieren dort mit leichten Aufschlägen aktuell bei 35,39 Euro.

          Am Vortag gab der Kurs um 1,3 Prozent nach, nachdem sich die Gewerkschaft IG Metall gegen eine Übernahme durch AMS ausgesprochen hatte. Bain und Carlyle bieten aktuell 35 Euro je Osram-Aktie. AMS will 38,50 Euro zahlen. Derzeit verhindert eine Stillhaltevereinbarung mit Osram, dass die Österreicher ihr Angebot offiziell vorlegen können. Es gilt aber als wahrscheinlich, das Osram diese Vereinbarung, die ein AMS-Gebot bis 2020 ausschließt, noch in dieser Woche aufheben wird, um das Risiko möglicher Aktionärsklagen zu senken.

          OSRAM LICHT AG NA O.N.

          -- -- (--)
          • 1T
          • 1W
          • 3M
          • 1J
          • 3J
          • 5J
          Zur Detailansicht

          Bain und Carlyle prüfen den Kreisen zufolge auch, ob eine Erhöhung in Richtung oder auf das Niveau des AMS-Gebots ausreichend sei, um die Osram-Aktionäre zu überzeugen. AMS sowie die beiden Finanzinvestoren wollten die Informationen Bloomberg zufolge nicht kommentieren.

          Weitere Themen

          Topmeldungen

          Passagiere des insolventen Reisekonzerns Thomas Cook am Flughafen von Palma de Mallorca.

          Thomas Cook ist pleite : Was Reisende jetzt wissen müssen

          Die Insolvenz des britischen Reisekonzerns Thomas Cook verunsichert Tausende von Urlaubern. Geht mein Geld verloren? Wie sicher ist das Absicherungsversprechen? Die wichtigsten Fragen und Antworten für Reisende.
          Volkstribun? Der Landesvorsitzende der AfD in Brandenburg, Andreas Kalbitz

          Populismus : Die da oben

          Populisten geben sich gerne als Männer und Frauen des Volkes. Am Beispiel der AfD kann man jedoch sehen: Kritiker der „Elite“ sind meist elitärer, als ihre Rhetorik vermuten lässt.
          Glitzernde Autoshows wollen die Marketingstrategen der Firmen nicht mehr.

          War’s das mit der IAA? : Dilettanten am Steuer

          Wie ruiniert man eine IAA? Man nehme streitende Konzerne, einen Frankfurter Oberbürgermeister und einen hilflosen Verband. Schadenfreude? Ist nicht angebracht. In Deutschland sollten die Alarmglocken schrillen.
          Das Mercedes-Benz Logo auf dem Turm des Hauptbahnhofes in Stuttgart.

          Brandbrief : Daimler-Vorstand rüttelt die Belegschaft wach

          Der Daimler-Vorstand Ole Källenius will mit einem Brandbrief seine Führungskräfte wachrütteln: Daimler will kurzfristig mindestens 4,2 Milliarden Euro einsparen. Die Mitarbeiter sollen selbst Ideen dafür finden.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.