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Angebot von AMS : Osram-Kurs steigt stark

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Logo am Hauptsitz von Osram in München Bild: EPA

Runter und rauf, rauf und runter: Die Übernahme von Osram bringt die Notierung des Konzerns deutlich ins Schwanken.

          Es ist lange her, dass die verblichene Dresdner Bank damit warb, dass eine ruhige Hand in der Geldanlage doch viel besser sei als als „Kick“ und „Nervenkitzel“. Gerade darüber, dass ihn Letzterer fehle, müssen sich Osram-Aktionäre wirklich nicht beschweren. Seit Februar fiel der Kurs bis Juni um 40 Prozent und stieg dann wieder um 37 Prozent. Am Donnerstag ging es um knapp 9 Prozent nach unten und dafür geht es am Montag wieder um knapp 10 Prozent rauf.

          War es in der vergangenen Woche noch die Aussicht, dass die Übernahme, die den Kurs beflügelt hatte, womöglich am Widerstand großer Aktionäre scheitern könnte, so ist es ein neues Übernahmeangebot, das am Montag den Kurs wieder anspringen lässt.

          Der österreichische Halbleiterkonzern AMS, der schon früher Interesse an dem Beleuchtungsherstellers bekundet hatte, hat nun tatsächlich ein Angebot abgegeben, dass mit 38,50 Euro das Angebot der beiden amerikanischen Finanzinvestoren Bain und Carlyle von 35 Euro um 10 Prozent übertrumpft.

          Jedoch scheinen die Anleger dem Braten nicht zu trauen, denn der aktuelle Kurs von 34,77 Euro bleibt sogar noch unter dem Angebot der Finanzinvestoren und deutlich von dem von AMS entfernt. Analyst Christian Sandherr von der Bank Hauck & Aufhäuser vermutet, dass die Übernahme noch nicht in trockenen Tüchern ist. Allzumal eben der Großaktionär Allianz, der die Bain-Carlyle-Offerte ins Wackeln brachte, nach Daten des Dienstleisters Bloomberg hat die Allianz je nach angelegtem Durchschnittsprinzip zwischen 36,85 und 41,91 Euro je Aktie bezahlt hat. Und ob sich dieser dann mit 38,50 zufrieden geben wird, ist nicht ausgemacht.

          OSRAM LICHT AG NA O.N.

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          Strategisch sei die Übernahme von Osram durch die Österreicher sinnvoll, meint Sandherr. Damit entstünde einweltweiter Marktführer für Sensortechnik und Photonik, also die Übertragung, Speicherung und Verarbeitung von Information durch optische Verfahren. Die AMS-Aktionäre scheinen weniger begeistert. Der Aktienkurs gibt um 10 Prozent auf rund 44 Franken nach. Im Falle einer Übernahme müssten die AMS-Aktionäre eine Kapitalerhöhung von 1,5 Milliarden Euro verdauen - immerhin 44 Prozent der aktuellen Marktkapitalisierung. Der Verwässerungseffekt wäre damit kurzfristig deutlich, während es wohl etwas länger bedarf, bis sich mögliche Synergien positiv auswirken.

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