Lärm im Meer :
Die Gesänge der Wale gehen im Getöse unter

Von
Christina Hucklenbroich
Lesezeit:
Blauwal
BlauwalArchiv

Wale im Südpolarmeer können sich kaum noch verständigen, belegt eine neue Studie. Die extrem lauten Geräusche technischer Geräte behindern Fortpflanzung und Futtersuche.

Still war es noch nie in den Weltmeeren. Auf ihre Oberfläche prasselt Regen, Eisberge brechen unter gewaltigem Krachen in der Tiefe entzwei, und Tiere rufen einander. Doch an diese üblichen Hintergrundgeräusche konnten sich Meeresbewohner in den Jahrmillionen ihrer Evolution anpassen. Andere Lärmquellen hingegen sind erst im vergangenen Jahrhundert hinzugekommen. Unterwasserlärm verursachen seit wenigen Jahrzehnten auch die Schiffsschrauben der Tanker, die Rammungen, wenn eine Offshore-Windkraftplattform versenkt wird – und Airguns, die an Schiffen befestigt sind und verwendet werden, um den Untergrund nach Öl- und Gasvorkommen abzusuchen. Letztere können tausendmal so laut sein wie ein Schiff, auch wenn das Signal, das sie hervorbringen, nur etwa fünfzig Millisekunden dauert.

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