Keltengrab von Herbertingen : Das schwäbische Troja

Beinah wäre es von einem schwäbischen Bauern untergepflügt worden, nun legen Archäologen es mit Stachelschweinborsten frei: das Keltengrab von Herbertingen. Es ist etwa 2600 Jahre alt - und eine wahre Fundgrube für die Forscher.
Vorsichtig kratzt Joachim Lang mit einer Stachelschweinborste den dunklen Humus von einer Goldperle. Dann nimmt er den Spatel, trägt ein paar Textilfasern ab, nimmt zwei Pinsel, ganz vorsichtig, und präpariert das goldene Objekt frei. Lang arbeitet in einer Ludwigsburger Fabrikhalle an einer Sensation. Es ist ein 2600 Jahre altes Grab aus der Hallstattzeit (800 bis 450 vor Christus). 80 Tonnen wiegt das Grab. 3,60 mal 4,50 Meter maß die Eichenholz-Grabkammer, als die keltische Fürstin dort bestattet wurde - etwa 590 Jahre vor Christus.





