Autofarben : Ein Wagen wie ein schwarzes Loch

Einen Autolack, schwärzer als schwarz, haben Forscher in China entwickelt. Vielleicht werden nun all die anderen schwarzen Nuancen für Luxuslimousinen überflüssig.
Schwarz ist nicht gleich Schwarz. Das gilt zumindest für die Autofarben im Premiumsegment. Hier sind die Karossen Obisidianschwarz oder Smaragdschwarz – für die Edelsteinliebhaber unter den Autokäufern. In der Preisklasse dürfte durchaus eine Schnittmenge existieren. Wem das zu wenig martialisch ist, der bestellt seinen schwarzen Wagen in Gunmetal Metallic. Feinschmecker und Freizeitbaristas mögen ein Gefährt in Espresso Metallic bevorzugen. Unvergessen ist die Farbe Cherryschwarz. Diese Farbe tauchte vor etwa 20 Jahren auf, heute steht sie auch als Rubinschwarz auf der Liste der Sonderlackierungen, und man kann darüber streiten oder fachsimpeln – je nach Temperament –, von welcher Seite die Limousine rötlich glänzt oder ob überhaupt. Ähnliches gilt vermutlich für Blau- und Jadeschwarz. Was aber kann man sich unter Tropenschwarz oder Frozen Black vorstellen? Und warum überhaupt all diese Feinheiten? Dazu schrieb ein Lackhersteller bereits vor zehn Jahren: „Die vieldeutige Beziehung zwischen der virtuellen und der physikalischen Welt wird sichtbar in der Farbpalette der Autolackierungen.“



