Kinder mit erblicher Cholesterinerhöhung : Statine für die Jüngsten

Kindern mit familiärer Hypercholesterinämie werden oft schon im Grundschulalter mit Blutfettsenkern behandelt. Wohl ist nicht allen Ärzten dabei. Doch jetzt gibt es neue Daten zu dieser Therapie.
Kinder mit genetisch bedingter Cholesterinanreicherung im Blut, einer familiären Hypercholesterinämie, werden oft schon im Grundschulalter mit Blutfettsenkern behandelt. Denn ohne Therapie schreitet die Arteriosklerose im Eiltempo voran - mit der Folge, dass die Betroffenen teilweise schon in jungen Jahren einen Herzinfarkt erleiden. Vielen Ärzten ist nicht wohl bei dem Gedanken, Kindern Cholesterinsenker zu verschreiben. Die üblicherweise zu diesem Zweck verordneten Statine gelten zwar als verträglich. Eingehend geprüft wurden sie bislang allerdings nur bei Erwachsenen. Die bisherigen Beobachtungen geben aber keinen Anlass zur Sorge. Zu diesem Schluss kommen jedenfalls die Autoren einer Cochrane-Analyse nach Auswertung der Daten von acht einschlägigen Studien (doi: 10.1002/14651858.CD006401.pub3). Nicht beantworten lässt sich, ob eine längerfristige Behandlung den jungen Patienten schadet.





