Paläontologie : Neues vom Tully-Monster

In einem der rätselhaftesten Fälle der Paläontologie ist wieder alles offen. Das bizarre Tully-Monster war doch kein Wirbeltier. Was hat es mit ihm auf sich?
Im Jahr 1958 stieß der Fossiliensammler Francis Tully in 309 Millionen Jahre altem, versteinertem Schlamm südlich von Chicago auf Fossilen eines äußerst absonderlichen Wesens. 1966 wurde es wissenschaftlich beschrieben und nach seinem Finder benannt: Tullymonstrum gregarium lebte im offenen Ozean des späten Karbon im heutigen Bundestaat Illinois und war etwa so groß wie ein Hering. Doch der Rest ist bizarr. An dem spindelförmigen Körper des Tieres saßen zwei Augen an den Enden eines wie flüchtig angelöteten äußerst dünnen Querbalkens. Und vorne verfügte es über einen vermutlich beweglichen, an einen Staubsaugerschlauch erinnernden Fortsatz, und erst in diesem ein kleines Maul mit scharfen Zähnen. Keinem Creature-Designer Hollywoods wäre so etwas eingefallen.
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