Interessenkonflikte : Schwarze Schafe vermindern das Ansehen der Herde

Interessenkonflikte sind bei der Rezeption sozialwissenschaftlicher Forschung nicht eingepreist: Eine Studie von Ökonomen schafft Gewissheit über Zweifel und regt zum Nachdenken über Konsequenzen auch in der Politikberatung an.
Zweifel lassen sich messen. Das zeigt eine neue empirische Untersuchung einer Gruppe von Ökonomen aus den Vereinigten Staaten und England über die Auswirkungen von Interessenkonflikten in der sozialwissenschaftlichen Forschung. Die Befragten sollten angeben, wie sehr ihr Vertrauen in die Ergebnisse einer wissenschaftlichen Untersuchung sinkt, wenn die Verfasser Interessenkonflikte haben, etwa weil sie von den Resultaten finanziell profitieren, ihre Karriere damit befördern oder politische Voreinstellungen haben, die mit den Resultaten im Einklang stehen. Im Durchschnitt sank das Vertrauen in die Richtigkeit der Ergebnisse in diesen Fällen um 30 Prozent.
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