Forschung und Lehre : Die Kartierung der Gefühle

Eine interdisziplinäre Forschungsgruppe bringt Ordnung in die Erforschung affektiver Phänomene. Das Affektom soll alle Gefühle sammeln und mit neuronalen Prozessen in Verbindung bringen.
Je unübersichtlicher ein Forschungsfeld, je rasanter der Zuwachs an Publikationen, desto dringender wird der Wunsch nach Ordnung und Übersicht. Eine Antwort auf diese Herausforderung sind die Omiks. Die Silbe „omik“, an ein Forschungsgebiet angehängt, weist darauf hin, dass es hier um etwas Umfassendes, Zusammenhängendes geht und man den Anspruch hegt, es auch als solches zu untersuchen und zu verstehen. Die Genomik, die sich der Gesamtheit der Gene einer Zelle widmet, war 1986 das erste derartige Projekt, es folgten die Proteomik (für die Gesamtheit der Proteine), die Transkriptomik (für die in einer Zelle hergestellten RNA-Moleküle) und die Metabolomik (für die Gesamtheit der kleinen Moleküle eines Organismus oder Gewebes und ihre Rolle im Stoffwechsel). Inzwischen gibt es über hundert Omiks, von der Astrobiomik (Gesamtheit biologischer Moleküle im Weltraum) bis zur Zoonomik (Studium der molekularen Basis von Zoonosen).
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