Fusionsforschung : In Deutschland brennt das Fusionsfeuer

Erstaunlicher Paradigmenwechsel: Der Wettlauf um das erste Fusionskraftwerk hat auch Deutschland erfasst. Doch der Weg dahin bleibt steinig.
Hierzulande lange stiefmütterlich behandelt, stehen die Kernfusion und ihre Möglichkeiten derzeit hoch im Kurs. Auch bei politischen Entscheidungsträgern, die die Technologie bislang eher skeptisch betrachteten. „Ich möchte, dass wir in Deutschland unter den Ersten dabei sind, die ein Fusionskraftwerk bauen“, sagte Bundesforschungsministerin Bettina Stark-Watzinger heute, als sie ihr Förderprogramm „Fusion 2040 – Forschung auf dem Weg zum Fusionskraftwerk“ in Berlin vorstellte. Fusion sei die riesige Chance, all unsere Energieprobleme zu lösen, schwärmte die Ministerin. Tatsächlich würde ein Gramm des Brennstoffs – die Wasserstoffisotope Deuterium und Tritium – in einem künftigen Fusionsreaktor so viel Energie liefern, wie bei der Verbrennung von elf Tonnen Kohle entsteht. Und das, ohne das Klima dadurch mit Kohlendioxid zu belasten.



