
Adidas gegen Puma : Der Krieg der Schuhe eskaliert

In Mexiko bei den Spielen 1968 erreicht der erbitterte Wettstreit der verfeindeten Familien Dassler seinen Höhepunkt. Es ist ein Krimi. Und für die Sportler beginnt der olympische Zahltag.
Art Simburg hat sich die Olympischen Spiele anders vorgestellt. „Die Haft war grauenvoll“, wird er später der „New York Post“ erzählen. „Der Häftling in der Nachbarzelle bekam akute Magenkrämpfe. Sie stießen ihn immer wieder in eine Ecke, bis er aufhörte zu schreien.“ Fünf Tage sitzt Simburg in einer Arrestzelle vor den Toren von Mexiko-Stadt, mit einem Typen, der das Reserverad seines Mietwagens zu verkaufen versucht hatte. Mit Jugendlichen, die zur Feier des olympischen Fackellaufs in Veracruz Hippie-Kleidung getragen hatten und auf Verdacht von der Polizei eingesammelt worden waren. „Auf Sportplätzen finden sich keine Hippies, Yippies oder Beatniks“, hatte Avery Brundage, der Präsident des Internationalen Olympischen Komitees (IOC), vor den Spielen beschieden. Dafür in mexikanischen Gefängnissen.
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