Rauballs Ärger :
BVB fühlt sich um Meistertitel gebracht

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Alle Mühe für nichts? Die Handballerinnen des BVB dürfen nicht Meisterinnen sein.
Alle Mühe für nichts? Die Handballerinnen des BVB dürfen nicht Meisterinnen sein.Picture-Alliance

Borussia Dortmund war Tabellenführer in der Handball-Bundesliga der Frauen. Dann wurde die Saison wegen der Corona-Krise abgebrochen. BVB-Präsident Rauball sieht seine Spielerinnen um den Titel gebracht.

Reinhard Rauball hat die Entscheidung der Handball Bundesliga Frauen (HBF), die Saison wegen der Corona-Krise ohne Meister zu beenden, mit deutlichen Worten kritisiert. „Ich habe kein Verständnis dafür. Der Sport wird mit Füßen getreten“, sagte der Präsident von Borussia Dortmund den „Ruhr Nachrichten“ (Mittwoch). Die BVB-Damen führen nach 17 Siegen in 18 Spielen die Tabelle an und wähnten sich damit auf gutem Weg zu ihrer ersten Meisterschaft.

Rauball verwies auf den Unterschied zur Männer-Bundesliga, in der dem THW Kiel am Dienstag der Titel zugesprochen worden war. „Bei den Männern wird der Spitzenreiter zum Meister aufgerufen, bei den Frauen aber nicht. Das hat Anzeichen einer Diskriminierung, denn es gibt keine sportlichen Argumente für diese Entscheidung.“ Ähnlich kritisch äußerte sich BVB-Abteilungsleiter Andreas Heiermann in der „Westdeutschen Allgemeinen Zeitung“: „Ich bin fast vom Stuhl gefallen. Das ist peinlich für den Sport und eine Diskriminierung.“ Die Entscheidung sei „sportpolitisch ein Witz“.

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Die HBF hatte die Entscheidung damit begründet, dass noch fast ein Drittel der Saison zu spielen war. Dabei wäre es auch zum Duell des Tabellenführers aus Dortmund mit dem nur einen Punkt schlechteren Verfolger SG BBM Bietigheim gekommen. Das Hinspiel hatte der BVB deutlich mit 38:32 gewonnen und sich auch im DHB-Pokal (29:27) gegen Bietigheim durchgesetzt.

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