Handball : „Botts“ Botschaft

Martin Heuberger muss als Handball-Bundestrainer seinen eigenen Stil finden. Beim Supercup, der an diesem Donnerstag beginnt, bietet sich dem Nachfolger von Heiner Brand die Chance, sein Profil zu schärfen.
Manche in Schutterwald nennen Martin Heuberger "Bott", den Boten. Das hat mit seinem Urgroßvater zu tun, der Briefträger des Ortes war und sein Kommen mit einer großen Klingel ankündigte. Es ist ein passender Spitzname für Heuberger, gerade jetzt, da auch von ihm ein klares Signal ausgeht. Er, seit langem ein Diener des Handballs, will antreiben, will wachrütteln, will den Erfolg zurückbringen ins Land des Weltmeisters von 2007. Das ist ein schwieriges Unterfangen für Heuberger, den neuen Bundestrainer, umso mehr, als er Nachfolger einer Ikone des deutschen Handballs ist, als er aus dem Schatten des Schnauzers treten muss. Heuberger statt Heiner Brand: ein gewöhnungsbedürftiger Wechsel.





