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Tag 7 der Leichtathletik-EM : Ein furioses Finale für die Deutschen?

  • Aktualisiert am

Im Laufschritt am Brandenburger Tor vorbei: die Marathonläufer bei der EM in Berlin. Bild: dpa

Gesa Krause hofft am Schlusstag der Leichtathletik-EM in Berlin wieder auf Gold über 3000 Meter Hindernis. In der Innenstadt geht es für die Marathon-Läufer am Vormittag um Medaillen.

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          Am letzten Wettkampf-Tag bei den Leichtathletik-Europameisterschaften geht es auch auf den Straßen der Berliner Innenstadt rund: Die Marathon-Läufer wollen für viel Flair sorgen. Die deutschen Sprintstaffeln hoffen am Sonntag auf ein furioses Finale mit Edelmetall. Zehn Medaillensätze werden am Sonntag noch vergeben. Die Entscheidungen:

          Im Marathon der Frauen (9.05 Uhr in der ARD und Eurosport) gilt die Olympia-Fünfte Volha Mazuronak aus Weißrussland als Favoritin. Für Deutschland starten die Frankfurterin Katharina Heinig, Fabienne Amrhein aus Mannheim und Laura Hottenrott aus Wattenscheid.

          Im Marathon der Männer (10.00 Uhr) fehlen der Jahresschnellste Mo Farah aus Großbritannien und der deutsche Rekordhalter Arne Gabius. Gold-Anwärter sind der Spanier Javier Guerra und Titelverteidiger Daniele Meucci aus Italien. Für Deutschland läuft der Regensburger Philipp Pflieger. In der Teamwertung sind Tom Gröschel, Sebastian Reinwand, Philipp Baar, Marcus Schöfisch und Jonas Koller dabei.

          Im Stabhochsprung (19.10 Uhr) sind vier Europäer dieses Jahr schon über 5,90 Meter gesprungen, darunter Frankreichs Überflieger Renaud Lavillenie und der 18 Jahre junge Schwede Armand Duplantis. Ex-Weltmeister Raphael Holzdeppe aus Zweibrücken scheiterte in der Qualifikation ebenso wie der Tübinger Torben Laidig und der deutsche Meister Bo Kanda Lita Baehre (Leverkusen).

          Im Hammerwurf (19.30 Uhr) holte die Polin Anita Wlodarczyk 2009 in Berlin ihr erstes WM-Gold und stellte einen Weltrekord auf. An ihrer Dominanz hat sich kaum etwas geändert: Mit 33 Jahren greift die zweimalige Olympiasiegerin und dreifache Weltmeistern nach ihrem vierten EM-Titel. Die 34 Jahre alte Kathrin Klaas erreichte das Finale, ihr letztes internationales.

          Im Dreisprung (19.55 Uhr) scheiterte Titelverteidiger Max Heß aus Chemnitz in der Qualifikation. Der mit 17,95 Metern Weltjahresbeste Pedro Pablo Pichardo fehlt: Der gebürtige Kubaner hat noch keine Starterlaubnis für Portugal. Alexis Copello, noch ein Kubaner, der aber seit 2017 für Aserbaidschan startet, hat eine Vorleistung von 17,24 Metern aufzuweisen.

          Über 1500 Meter (20.00 Uhr) ist die britische Hallen-Weltmeisterin Laura Muir Topfavoritin und will ihr erstes Freiluft-Edelmetall. Sie ist mit 3:58,18 Minuten auch die Jahresschnellste. Die Frankfurterin Diana Sujew und Lokalmatadorin Caterina Granz haben die erste Runde nicht überstanden.

          Über 5000 Meter (20.15 Uhr) ist Sifan Hassan aus den Niederlanden mit 14:22,34 Minuten die herausragende Läuferin in diesem Jahr. Das deutsche Talent Konstanze Klosterhalfen aus Leverkusen hatte in diesem Jahr Knieprobleme, ist aber die große Hoffnung der Gastgeber. Außerdem sind ihre Clubkollegin Denise Krebs und Hanna Klein aus Schorndorf am Start.

          Über 3000 Meter Hindernis (20.55 Uhr) konnte Titelverteidigerin Gesa Krause aus Trier in dieser Saison noch nicht an die Zeiten der vergangenen drei Jahre anknüpfen. Die deutschen Farben im Finale vertritt auch Senkrechtstarterin Elena Burkard.

          Über 4 x 100 Meter der Frauen (21.20 Uhr) sind nach der Silbermedaille für Gina Lückenkemper über 100 Meter die Erwartungen an die deutsche Staffel gestiegen. Aber auch Titelverteidiger Niederlande und die Schweiz haben starke Sprinterinnen.

          Über 4 x 100 Meter der Männer (21.35 Uhr) ist Großbritannien Titelverteidiger und Jahresschnellster mit 37,61 Sekunden. Frankreich, die Niederlande und die Türkei gelten als Medaillenkandidaten. Die deutsche Staffel um 100-Meter-Rekordhalter Julian Reus ist Außenseiter, hofft aber ebenfalls auf Edelmetall: 2016 gab es Bronze, 2014 und 2012 Silber.

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