Libyens Fußball-Nationalteam :
Von den alten Fesseln befreit

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Historisches Mannschaftsfoto: „Wir werden niemals wieder die alten Fesseln angelegt bekommen“
Historisches Mannschaftsfoto: „Wir werden niemals wieder die alten Fesseln angelegt bekommen“dpa

In Libyen ist die Fußballbegeisterung gewaltig. Dass sich die Nationalmannschaft - während in der Heimat der Krieg tobte - für die Afrikameisterschaft qualifizieren konnte, ist eine der Heldengeschichten der Revolution.

Die ersten Schritte in die neue Zeit sind mühsam. Aber wenigstens sind die Funktionäre des libyschen Fußballverbandes ihre Geldsorgen los. Alltägliche Vorgänge des Fußballgeschäfts, Flüge ins Trainingslager und zu den Turnieren zu buchen, Trainergehälter und Spielerprämien auszuzahlen, hatten sie vor große Probleme gestellt. Die Barmittel waren knapp kurz nach dem Bürgerkrieg, der das Land für Monate erschüttert hat. Auch der finanziell eigentlich ordentlich ausgestattete Fußballverband, dessen Konten während des Aufstands gegen den Diktator Muammar al Gaddafi im Zuge der Sanktionen der Vereinten Nationen eingefroren waren, war nicht flüssig. „Alle Konten sind wieder frei und verfügbar, alle Außenstände wurden beglichen“, sagt jetzt Antoine Hey, ein ehemaliger Bundesligaprofi, der unter anderem bei Fortuna Düsseldorf und Schalke 04 spielte und seit Sommer 2010 Technischer Direktor des libyschen Fußballverbandes ist. Er ist zufrieden, dass das größte Problem der vergangenen Wochen gelöst ist.

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