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DFB-Skandal : Bundesanwaltschaft der Schweiz ermittelt angeblich

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Joseph Blatters Zettel: Im Sommer 2000 bekam Deutschland den Zuschlag für die Fußball-WM 2006. Bild: dpa

Im Skandal um die Vergabe der Fußball-WM 2006 ermittelt angeblich nun auch die Schweizer Bundesanwaltschaft. In Erklärungsnot steckt vor allem Franz Beckenbauer als damaliger OK-Chef.

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          Im Skandal um die Vergabe der Fußball-WM 2006 ermittelt nach einem Bericht der „Süddeutschen Zeitung“ (Samstag) inzwischen auch die Schweizer Bundesanwaltschaft. Die Behörde hatte bereits im Mai ein Strafverfahren eröffnet, um Unregelmäßigkeiten rund um die Weltmeisterschaften 2018 und 2022 zu untersuchen. Später leitete sich aus diesen Ermittlungen ein Verfahren ab, in dem Fifa-Präsident Joseph Blatter als Beschuldigter und Uefa-Boss Michel Platini als sogenannte Auskunftsperson geführt sind. Die beiden Topfunktionäre sind von ihren Ämtern suspendiert.

          Eine Bestätigung der Schweizer Bundesanwaltschaft, dass sie auch in Sachen Deutscher Fußball-Bund ermittelt, gibt es allerdings nicht. Ein Sprecher der Behörde kommentierte das auf Anfrage der „SZ“ nicht. Der DFB war wegen einer dubiosen 6,7-Millionen-Euro-Zahlung an den Weltverband ins Zwielicht geraten, deren Verwendung weiter ungeklärt ist. Das Geld lief zunächst über den früheren Adidas-Chef Robert Louis-Dreyfus.

          In Erklärungsnot steckt vor allem Franz Beckenbauer als damaliger Chef des deutschen WM-Organisationskomitees. Der „Kaiser“ hat sich bislang nicht öffentlich zu Details des Finanztransfers geäußert und steht nach dem Fund eines Vertragsentwurfs beim DFB unter Verdacht, kurz vor der WM-Vergabe einen schmutzigen Deal mit dem damaligen Fifa-Wahlmann Jack Warner aus Trinidad und Tobago zumindest geplant zu haben. Die Frankfurter Staatsanwaltschaft ermittelt gegen den DFB wegen des Verdachts der Steuerhinterziehung.

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