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Zweite Bundesliga : HSV mit Remis – Pleite für Bremen

  • Aktualisiert am

Intensive Partie im Volksparkstadion, die keinen Gewinner findet. Bild: Picture-Alliance

Der Hamburger SV trennt sich in einem abwechslungsreichen Spiel mit 2:2 vom 1. FC Nürnberg. Werder Bremen geht in Dresden unter. Und Hannover 96 verliert gegen den SV Sandhausen.

          3 Min.

          Absteiger Werder Bremen hat den nächsten Rückschlag erlitten. Eine Woche nach der Niederlage im Nordderby gegen den Hamburger SV unterlag das Team von Trainer Markus Anfang am Sonntag bei Aufsteiger SG Dynamo Dresden 0:3 (0:1). Dadurch fiel Werder auf den zehnten Tabellenplatz zurück und musste das zuletzt dreimal sieglose Dresden vorbeiziehen lassen. Vor 16.000 Zuschauern erzielten Christoph Daferner (40./66. Minute) und Morris Schröter (75.) die Tore für Dynamo Dresden.

          2. Bundesliga

          „Es war kein gutes Spiel von meiner Mannschaft. Wir sind nicht in die Zweikämpfe gekommen, waren zu unruhig im Spiel nach vorne. So kannst du in der Zweiten Liga kein Spiel gewinnen“, sagte Anfang bei Sky enttäuscht. „Jeder Spieler muss sich an die eigene Nase fassen. Wir können es nicht nur auf das junge Alter der Mannschaft schieben.“

           Von Beginn an fanden die Bremer keine Mittel gegenüber der aggressiven Spielweise der Gastgeber. „Da müssen wir einfach präsenter sein“, kritisierte Ersatzkapitän Milos Veljkovic. Im defensiven Mittelfeld war der 21 Jahre alte Gruev überfordert, im Spiel nach vorne leistete sich die gesamte Bremer Mannschaft einen Fehlpass nach dem anderen und vorne konnte sich Torjäger Marvin Ducksch dieses Mal nicht in Szene setzen. 

          Dynamo trat nach zuvor zwei Niederlagen dagegen mutig auf und drängte die lethargischen Gäste zu Beginn weit zurück. Zwar fand Werder Mitte des ersten Durchgangs etwas besser in die Partie, doch fünf Minuten vor der Pause brachte Christoph Daferner Dynamo verdient in Führung. Der Rückstand veränderte aber nichts an der Spielweise von den Bremern untere Markus Anfang. Auch nach dem Seitenwechsel blieb Dresden die bessere Mannschaft und erhöhte erneut durch Daferner auf 2:0.

          Anfang hatte kurz zuvor in Niclas Füllkrug und Roger Assalé zwei neue Offensivkräfte gebracht, doch auch das verpuffte nahezu wirkungslos. Füllkrug hatte nach dem 0:2 immerhin die beste Bremer Chance, traf per Kopf aber nur den Pfosten und bleibt damit in dieser Saison ohne eigenen Treffer. Statt des Anschlusstores erhöhte Schröter eine Viertelstunde vor dem Ende sogar noch auf 3:0.

          Unentschieden in Hamburg

          Der 1. FC Nürnberg bleibt auch nach der prestigeträchtigen Partie beim Hamburger SV unbesiegt. Beim 2:2 (1:1) am Sonntag vor rund 24.000 Zuschauern schnupperten die Franken im Traditionsduell bis in die Schlussphase sogar am Sieg, konnten aber auch mit dem Punktgewinn zufrieden sein. Enrico Valentini (22. Minute/Foulelfmeter) und Lino Tempelmann (46.) brachten den „Club“ zweimal in Führung. Der HSV schlug in einem spannenden Zweitliga-Match durch Robert Glatzel (34./80.) zweimal zurück.

          Im Nord-Süd-Duell rückte Hamburgs 19 Jahre junger Startelfdebütant Mario Vuskovic früh in den Mittelpunkt, als er Nikola Dovedan fernab des Balles mit den Händen im Gesicht stoppte. Den erst nach Überprüfung durch den Videoassistenten gegebenen Elfmeter verwandelte Valentini platziert, HSV-Keeper Daniel Heuer Fernandes hatte die Ecke geahnt. Die Hanseaten drängten auf den Ausgleich und belohnten sich durch Glatzel. Jubeln konnte er erst, nachdem der Videoassistent eine fragliche Abseitsstellung überprüft hatte.

          Daferner erzielt zwei Tore gegen den SV Werder Bremen.
          Daferner erzielt zwei Tore gegen den SV Werder Bremen. : Bild: Picture-Alliance

          Die zweite Hälfte ging turbulent los. Nach Flanke von Valentini köpfte Tempelmann zur erneuten Nürnberger Führung ein. Hamburg brauchte einige Minuten, um den Rückschlag zu verarbeiten. In der Schlussphase war Nürnberg bestrebt das Spiel über die Zeit zu retten. Der Hamburger Offensivdrang zahlte sich aber aus. Wieder war Glatzel da, der nach Flanke von Sonny Kittel erneut seine Kopfballstärke demonstrierte.

          Hannover verliert gegen Sandhausen

          Der Aufschwung von Hannover 96 ist vorerst schon wieder vorbei. Nach zwei überzeugenden Siegen gegen St. Pauli und Kiel verloren die Niedersachsen am Sonntag mit 1:2 (0:0) gegen den Abstiegskandidaten SV Sandhausen und verpassten dadurch den Sprung in die obere Tabellenhälfte.

          Vor 10.000 Zuschauern bestraften Immanuel Höhn (73.) und Daniel Keita-Ruel (78.) innerhalb von fünf Minuten gleich zwei schwere Abwehrfehler von Hannover 96. Nach einer Ecke stand Sandhausens Innenverteidiger Immanuel Höhn völlig frei und verwertete eine Ablage zur Führung. Beim zweiten Gegentor leistete sich Torwart Ron-Robert Zieler einen Patzer außerhalb des eigenen Strafraums. Dominik Kaiser brachte die „Roten“ in der 82. Minute nur noch auf 1:2 heran, durch einen präzisen und kraftvollen Schuss aus dem Rückraum.

          Hannover war zwar die überlegene Mannschaft mit den besseren Chancen. Glück hatten die Gäste vor allem, als Sebastian Ernst nur den Pfosten traf (34.) und SVS-Verteidiger Arne Sicker auf der Torlinie klären musste (45.+2). Doch auch Sandhausen versteckte sich nicht und hatte bereits in der 30. Minute einen Lattenschuss durch Marcel Ritzmaier. 

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