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Anwältin rät zur Vorsicht : Wie Unternehmen Personal loswerden wollen

In der Kritik: Zuletzt war die Einzelhandelskette H&M mit ihrem Entlassungsprogramm in die Schlagzeilen geraten. Bild: Lucas Bäuml

Eine auf Arbeitsrecht spezialisierte Anwältin warnt vor sogenannten Freiwilligenprogrammen. Damit versuchen einige Unternehmen, Stellen abzubauen. Doch die Angebote taugten selten.

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          Die ganz große Welle haben Kurzarbeitergeld und Kredite bislang verhindert, doch in vielen Unternehmen ist der Personalabbau im Gange. Gern greifen Arbeitgeber derzeit zu sogenannten Freiwilligenprogrammen, um ihre Belegschaft zu verkleinern, oder sie versuchen, einzelnen Mitarbeitern den Abgang mit Abfindungen zu erleichtern. Zuletzt war die Einzelhandelskette H&M mit ihrem Entlassungsprogramm in die Schlagzeilen geraten. Kritiker sahen darin den Versuch, mit Druck und eher kleinen Abfindungssummen vor allem Teilzeitkräfte und weniger flexibel einsetzbare Mitarbeiter loszuwerden.

          Inga Janović
          Redakteurin im Regionalteil der Frankfurter Allgemeinen Zeitung und verantwortliche Redakteurin des Wirtschaftsmagazins Metropol.

          Großzügig seien die derzeit geläufigen Angebote selten, sagt Nadja Draxinger, eine auf Arbeitsrecht spezialisierte Rechtsanwältin mit eigener Kanzlei in Darmstadt. Sie hat in den vergangenen Monaten etliche Kündigungsschreiben gesehen, „und die Angebote waren teilweise sehr schlecht, einfach inakzeptabel“. Dafür würden sie von den jeweiligen Personalabteilungen ausgesprochen professionell präsentiert.

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