Demenzerkrankung :
Augen zu und den Takt fühlen

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Im Rhythmus: Der demenzkranke Rolf Henkel kommt regelmäßig zum monatlichen Tanztreff nach Eschborn, seine Frau begleitet ihn.
Im Rhythmus: Der demenzkranke Rolf Henkel kommt regelmäßig zum monatlichen Tanztreff nach Eschborn, seine Frau begleitet ihn.Esra Klein

Dass Tanzen gegen das Vergessen hilft, ist noch nicht bewiesen. Aber es blendet die Krankheit Demenz für einen Moment aus. In Eschborn treffen sich jeden Dienstag demenzkranke und gesunde Senioren zu einer unbeschwerten Tanzstunde

Wenn Rolf Henkel spricht, verliert er oft den Faden. Henkel ist an Demenz erkrankt, sein Gedächtnis lässt ihn im Stich. Doch beim Tanzen spielt seine Krankheit keine Rolle. „Wir sind seit dem ersten Treffen dabei“, sagt seine Frau. Das war im vergangenen März. Und auch heute noch gilt: Etwa zwanzig Paare sind zur Tanzstunde gekommen, gesunde und kranke. „Wir beginnen mit einem Wiener Walzer“, ruft der Tanzlehrer Axel Hurow. Nach und nach betreten immer mehr Paare das Parkett, auch Henkel und seine Frau folgen.

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