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Verdi lehnt Angebot ab : Kein Ende des Streiks der Busfahrer

  • -Aktualisiert am

Schüler und Pendler sind von dem Streik der Busfahrer in Hessen betroffen. Bild: dpa

Der Streik der Busfahrer in Hessen geht in die zweite Woche. Mit einem Vorschlag an die Gewerkschaft wollen die Arbeitgeber die gescheiterten Tarifverhandlungen wiederaufnehmen. Verdi lehnt das neue Angebot ab.

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          Die am Montag aufgekeimte Hoffnung auf ein Ende des Busfahrer-Streiks in Hessen hat sich zerschlagen. Auch an diesem Dienstag wird in vielen Orten des Landes der Busverkehr teilweise oder ganz ausfallen. Nach stundenlangen Beratungen der Tarifkommission von Verdi hat die Gewerkschaft Montagabend die 4400 Busfahrer in privaten Unternehmen zu einer Fortsetzung des Ausstands aufgerufen. Die Arbeitsniederlegung geht nun in die zweite Woche.

          Der Landesverband Hessischer Omnibus-Unternehmen hatte am Wochenende der Gewerkschaft den Vorschlag gemacht, die von Verdi vor anderthalb Wochen für gescheitert erklärten Tarifverhandlungen wiederaufzunehmen. „Wir sollten einen Schritt weiterkommen“, hatte Volker Tuchan, der Geschäftsführer des Unternehmensverbands, die Verhandlungsführer von Verdi wissen lassen. Die Arbeitgeber hätten der Gewerkschaft signalisiert, dass sie sich bewegen wollten.

          Arbeitgeber stocken Angebot auf

          Tuchan zeigt sich enttäuscht über den Fortgang des Streiks. Belastet würden in erster Linie die Fahrgäste. Er warf der Gewerkschaft vor, sich nicht mit der wirtschaftlichen Situation der Omnibus-Unternehmen auseinandersetzen zu wollen. Verdi verlangt die Erhöhung des Stundenlohnes von 13,50 auf 16,60 Euro und mehr Urlaubstage sowie eine Bezahlung der Pausen.

          Der Omnibus-Landesverband hatte zuletzt einen Stundenlohn von 14,10 zum 1. Dezember sowie eine stufenweise Erhöhung auf 15,60 Euro bis zum 1. Juli 2022 angeboten, soll aber sein Angebot jetzt etwas aufgestockt haben. Doch Verdi war mit der Offerte der Arbeitgeber nicht zufrieden und setzt weiter auf Arbeitskampf.

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