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Sportanlage in Frankfurt : Speer baut für Makkabi

Tragen ihre Spiele bald auf eigene Rasen aus: Spieler des Sportvereins Makkabi Frankfurt (links) bei einem Fußballfreundschaftsspiel gegen Ente Bagdad im November 2017. Bild: Marcus Kaufhold

Der jüdische Sportverein Makkabi Frankfurt bekommt eine eigene Anlage. Die Auswahl des Architektenbüros sorgt für Unverständnis. Ein Zeichen der Versöhnung?

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          Nach drei Jahrzehnten ohne eigenes Gelände und Vereinsheim bekommt der jüdische Sportverein Makkabi Frankfurt nun ein Zuhause. Die Stadt Frankfurt stellt den Makkabäern ein Areal mit zwei Sportplätzen an der Wilhelm-Eppstein-Straße zwischen der Platensiedlung und der Deutschen Bundesbank zur Verfügung. Dort wird Makkabi nun ein Vereinsheim errichten, der Bauantrag ist bereits eingereicht. „Die Zeit der Heimatlosigkeit geht zu Ende“, sagte Makkabi-Präsident Alon Meyer.

          Hans Riebsamen

          Redakteur in der Rhein-Main-Zeitung.

          Das geplante Sportzentrum baut das Büro Albert Speer + Partner, das einige Erfahrungen im Bau von Sportanlagen vorzuweisen hat. Der im vergangenen Jahr verstorbene Firmenchef Albert Speer junior hat dieses Vorhaben, das von hoher symbolischer Bedeutung ist, mit großer Freude unterstützt, berichtet Martin Teigeler von der Geschäftsleitung. Albert Speer senior war der Lieblingsarchitekt Hitlers und einer seiner engsten Vertrauten, der als Rüstungsminister die deutsche Waffenproduktion nicht zuletzt mit Hilfe eines Heeres von Zwangsarbeitern allen Bombardierungen zum Trotz aufrechterhielt.

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